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Tu Bischwat – Das Neujahr der Bäume

Es ist der fünfzehnte Tag im jüdischen Monat Schewat, dem elften Monat im jüdischen Jahr. Dieser elfte Monat fällt in die Regenzeit. An diesem Tag sind die ersten Regentage meistens schon längst vorbei. Im gewöhnlichen Jahr liegt dieser fünfzehnte genau zwei Monate vor dem Pessachfest. Das Pessachfest fällt also in den Monat, in dem die Halme schon Ähren tragen. Daraus ergibt sich, dass der Boden in diesem Monat Schewat bereits neue Wachstumskräfte enthalten muss, aus denen sich die neue Fruchtbarkeit erschließen kann. Deshalb heißt dieser fünfzehnte Schewat seit jeher das Neujahr der Bäume.

Der Tag hatte auch eine praktische Bedeutung mit den jährlichen Abgaben des Obstertrags, die Pflicht waren.

In der Diaspora ist der Tag allmählich verloren gegangen. In der Familie gedenkt man dieses Tages, indem man den Kindern Süßigkeiten gibt. In der Wohnung steht auf dem Tisch eine Obstplatte mit vielen Früchten.

In Israel ist dieser Tag vor allem der Tag der Jugend. Es ist der Tag, an dem von den Schulklassen feierlich Bäume gepflanzt werden, denn Israel muss bewaldet werden. Ganze Schulklassen ziehen in bunten Aufzügen ins Freie, um an vorbereiteten Orten Stecklinge in den Boden zu pflanzen. Das Pflanzen wird durch Ansprachen, Lieder und Spiele abgerundet.

Auf diese Weise bildet sich der fünfzehnte Schewat zu einem neuen Symbol heraus, gekennzeichnet durch neue Taten. Symbole und Taten verjüngen sich. Davon zeugt dieser Tag.

 

Quelle: Jüdische Riten und Symbole

 

 

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zuletzt geändert am 28.05.2008