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Sukkot
– Laubhüttenfest
Sukkot,
das Laubhüttenfest, ist das dritte Wallfahrtsfest und wird in
Erinnerung an den Auszug der Israeliten aus Ägypten gefeiert.
Jährlich eine Woche lang sollen die Menschen gleich dem in der
Wüste herumziehenden Volk leben, ihre feste Wohnung verlassen
und unter dem zerbrechlichen Dach der Hütte sitzen, durch das
die Sterne am Himmel hinein scheinen. Es ist das Fest, nachdem im
ganzen Land die Ernte eingefahren wurde.
Das
Aufstellen und Einrichten der Laubhütte beginnt bereits einen
Tag nach dem Versöhnungstag Jom Kippur. Fünf Tage
später muss die Hütte fertig sein. Das Dach ist das
Wichtigste. Es muss mit Material gedeckt sein, das in der Natur
vorkommt. Alle Mitglieder der Familie sollen am Bau beteiligt sein und
die Sukka, die Hütte wohnlich gestalten und schmücken.
Neben
der Hütte steht ein Pflanzenstrauß aus vier
Sträuchern. Der Palmenzweig, der Lulaw, als
größte Pflanze hat dem Strauß den Namen
gegeben. An der einen Seite stehen drei Myrtenzweige, an der anderen
Seite zwei Zweige einer Bachweide. Den Strauß rundet eine
Zitrusfrucht, der Etrog, den Strauß ab.
Diese
vier Arten sollen die Gläubigen zu einer besseren Beziehung
zum Mitmenschen erziehen.
- Der Etrog, das Ideal des
Gläubigen, symbolisiert zwei Eigenschaften: Glauben
(Thora-Studium) und Taten (Gebote einhalten).
- Der Lulaw-Mensch hat Glauben,
aber ihm fehlt die Tat, und
- der Myrten-Mensch hat die Tat,
aber ihm fehlt der Glaube.
- Dem Bachweiden-Menschen fehlt
Glaube und auch die Tat, er hat weder Schönheit noch Geruch.
In
der Synagoge nimmt man die Fruchtsymbole in die Hand und sagt
Bibelverse. Schließlich wird der Thoraschrank
geöffnet und die Thorarolle herausgenommen, auf das Podium im
Zentrum der Synagoge, die Bima, gelegt und einmal umrundet. Die
während des Rundgangs gesagten Gebete laufen alle auf den
Refrain „Hosanna“ hinaus. Am letzten Festtag werden
sieben Rundgänge gemacht. Entsprechend viel erklingt auch das
„Hosanna“.
Zusammen
mit dem Lulaw und der Sukka bildet das Laubhüttenfest den
Höhepunkt der häuslichen religiösen Freude
des jüdischen Lebens.
Quelle:
Jüdische Riten und Symbole
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zuletzt
geändert am 28.05.2008
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