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Feiertage

 

Schawuot – Wochenfest

Schawuot wird am 50. Tag nach Pessach gefeiert. Schawuot dauert in Israel einen Tag, in der Diaspora zwei Tage.

Am zweiten Pessachabend beginnt man sieben volle Wochen bis zu Tage nach dem siebten Schabbat die Tage zu zählen. Diese Zeit nennt man Omerzählen. Am 50. Tag ist Schawuot.

Schawuot wird als Wochenfest gefeiert: als Vollendung der siebenwöchigen siebenmal siebentägigen Omerzeit, als Erntedankfest, weil zu dieser Zeit in Palästina geerntet wird. Es wird auch als Erstlingsfest bezeichnet, weil man an diesem Tage einst die Erstlinge der Ernte zu opfern pflegte.

Schawuot gehört mit Pessach und Sukkot zu den Wallfahrtsfesten. Diese wurden zur Zeit der beiden Tempel mit einer Pilgerfahrt nach Jerusalem und Opfern im Tempel begangen.

In Israel besteht Schawuot heute aus einer Reihe von großen Erntedankfesten, deren bekanntestes in Haifa gefeiert wird. Scharen von weiß gekleideten Kindern mit grünen Kränzen und grünen Zweigen in den Händen ziehen durch die Stadt. Auf den Häusern wehen bunte Fahnen. Die Landwirte aus den Kibbuzim tragen in einem festlichen Umzug Körbe mit Obst und Gemüse mit.

Schawuot ist von jeher der religiösen Bildung geweiht. Die jüdischen Kinder erwartet eines der wichtigsten Ereignisse ihres Lebens – der erste Weg zur jüdischen Elementarschule, dem Cheder. Damit sie eine süße Erinnerung daran bewahren und damit beim Lesen der Thoraverse „Honig und Milch unter ihrer Zunge sei“, bekommen sie bei dieser Gelegenheit besondere Honigkuchen, auf denen Thoraverse stehen.

Auch bei den Speisen, die zu Schawuot aufgetragen werden, fließt Milch und Honig. Da gibt es Blinzes, Palatschinken, Kreplach, Strudel, Piroggen und vieles mehr. Milchspeisen sind ein Symbol des Geschehens am Berg Sinai. Der numerische Wert des Wortes Chalav = Milch, ist 40, und Moses musste 40 Tage am Berg Sinai warten, bevor er die Thora empfing.

 

Quelle: Jüdische Riten und Symbole

 

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zuletzt geändert am 28.05.2008