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Schabbat,
auch Sabbat, („Ruhe“)
Siebenter
Tag der Woche, Tag der Ruhe und der Heiligung zur Erinnerung an die
Weltschöpfung und an Israels Befreiung aus der
ägyptischen Sklaverei. Der Tag wird auch Königin
Schabbat genannt.
Der
Feiertag beginnt am Vorabend (Freitagabend) 45 Minuten vor Nachtbeginn
mit dem Lichterzünden und dem Arbeitsverbot und endet am
Sonnabend mit dem Sonnenuntergang. Volkstümlich werden Beginn
und Ende des Schabbat ausgemacht, wenn am Abend drei Sterne am Himmel
zu sehen sind.
Der
Schabbat wird allgemein mit einem Stück Weißbrot und
einem Glas Wein begrüßt. In der Synagoge wendet sich
die Gemeinde und der Kantor zum Synagogeneingang um und verbeugen sich
höflich, so als ziehe die geschmückte Braut
leibhaftig ein.
Zu
Hause hat die Hausfrau den Tisch gedeckt und das Licht an den zwei
besonderen Kerzen in zwei Leuchtern angezündet. Danach sagt
die Hausfrau den Segen darüber. Der Schabbat hat begonnen.
Die
zwei Schabbatleuchter gehören zu den besonderen
Erbstücken der Familie. Sie werden nicht verkauft oder
verpfändet.
Zum
Schabbat gehört die Einnahme von drei Mahlzeiten, das
ausführliche Mahl am Freitagabend, begleitet von vielen
Segenssprüchen, dem Frühstück am Schabbattag
nach der Morgenandacht und eine dritte Mahlzeit zwischen dem
Spätnachmittag und dem Abend.
Die
Entweihung des Schabbat gilt als Todsünde. Das
Charakteristikum des Schabbat ist die Ruhe und die Einstellung jeder
Tätigkeit, sogar des Rauchens. Seit ewigen Zeiten diskutiert
die Rabbinerschaft, welche Tätigkeiten und Verhaltensweisen
als Arbeit am Schabbat zu gelten und deshalb zu ruhen haben. Am
Schabbat ist das Betreten des jüdischen Friedhofes verboten.
An
jedem Schabbat wird in der Synagoge ein festgelegter Abschnitt aus der
Thora vorgelesen.
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