Raketen- und Mörserangriffe
aus Gaza
Auch am
Wochenende (09.01.2010) haben palästinensische
Terroristen aus dem Gaza-Streifen den Süden Israels
wieder mit Raketen und Mörsergranaten beschossen. Während bereits Freitagnacht eine Mörsergranate auf
offenem Gelände im Kreis
Eshkol niederging, schlugen Samstagnacht zwei Kassam-Raketen im Kreis Sha'ar Hanegev ein. In Sderot erschallten abermals die Sirenen. Am Sonntag wurden
vier Mörsergranaten
in Richtung Ashkelon abgefeuert, die allerdings noch
auf der palästinensischen
Seite des Sicherheitszauns landeten.
Bei all den genannten
Angriffen wurde kein Schaden verursacht.
Die israelische
Luftwaffe flog nach der Mörserattacke vom Sonntag einen Angriff auf
eine Terrorzelle östlich von Deir al-Baiah im Zentrum des
Gaza-Streifens. Dabei wurden palästinensischen
Angaben zufolge drei Menschen getötet.
(Yedioth Ahronot, 10.01,10)
Israels
Ministerpräsident Binyaimn Netanyahu äußerte sich am Sonntag auf der wöchentlichen
Kabinettssitzung zu den jüngsten Angriffen:
„In der vergangenen Woche wurden 20 Raketen und Mörsersalven vom
Gaza-Streifen aus auf Israel abgefeuert. Ich betrachte dies mit großem Ernst. Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte haben sofort reagiert; sie haben Raketenfabriken im
Gaza-Streifen und Tunnel angegriffen, durch die der Iran Raketen in den
Streifen schmuggelt. Die Politik der Regierung ist klar: Jeder Beschuss auf
unser Territorium wird hart und unverzüglich beantwortet
werden."
(Außenministerium des Staates Israel, 10.01.10)
Israels Verteidigungsminister
Ehud Barak rief die Hamas am Montag dazu auf, dem Raketenfeuer ein Ende zu
setzen. Gleichzeitig drohte er mit militärischen Maßnahmen Israels für den Fall, dass
sie die kleineren Terrororganisationen nicht zur Einstellung des Feuers bewegen
könne.
„Ich denke, die letzten Tage spiegeln die Unfähigkeit der Hamas wider, die abweichenden Gruppierungen zu
kontrollieren, die Volkswiderstandskomitees oder den Islamischen Jihad, die
versuchen, die Ruhe zu zerstören", meinte
Barak gegenüber Reuters.
(Yedioth Ahronot, 11.01.10)
Quelle: Mitteilungen der Israelischen Botschaft Berlin