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Purim, das
Losfest
(Pur ist das persische Wort
für Los, nach dem das Fest benannt ist.)
Dieser Tag war schon immer eine
Tag der Freude und Heiterkeit in Israel. Kein anderes Fest kann an
Beliebtheit mit diesem Fest wetteifern. Für Purim werden keine
Opfer gefordert. Es wird weder die Arbeit eingestellt noch werden die
Geschäfte geschlossen. Das Fest stört weder im
Betrieb noch im Beruf oder Amt. Eine festliche Mahlzeit ist
vorgeschrieben, Essen und Trinken ist ein Gebot, ebenso wie die
Wohltätigkeit für die Armen.
Die „Megillat
Esther“ berichtet, dass der persische-medische Herrscher
Kyros den Juden in seinem Reich die Befreiung aus der babylonischen
Verbannung verkündete. Aber nur vereinzelt zogen sie
zurück. Die Wohlhabenden blieben in dem Land, in dem sie
Obdach gefunden hatten. Sie mussten jedoch die nach Juda
rückkehrenden Siedler auf Befehl der Behörden mit
Geld und Waren unterstützen, denn ihre politischen Gegner, die
Samariter, die Ammoniter und andere bereiteten ihnen Schwierigkeiten
und gewannen auch größeren Einfluss bei der
persisch-medischen Regierung. Allmählich ging die Einwanderung
ins Land Israel zurück, genau wie die Unterstützung
aus dem Land der Verbannung. Die in Persien verbliebenen Juden passten
ihre Lebensverhältnisse denen des Gastlandes an, traten nach
außen als Perser auf, gaben sich königstreu und
gelangten zu gewissen äußeren Freiheiten. In
Wirklichkeit waren sie jedoch weiterhin Sklaven. Sie verschwiegen ihre
Abstammung also, trugen Masken.
Als aus Persien und Medien
schöne Jungfrauen an den Hof gebracht wurden, damit der
König seine Wahl treffen konnte, war auch die Pflegetochter
Hadassa (Esther) des reichen Juden Mardechai darunter. Er befahl ihr,
ihre Herkunft zu verschweigen und handelte damit im Rahmen der
allgemeinen Mentalität der Juden im persisch-medischen Reich
und so, wie es unter den herrschenden gesellschaftlichen
Verhältnissen üblich war.
Doch die Zeiten
änderten sich. Es entstand ein Haman, ein Phänomen
des Judenhasses. Es half nichts mehr, zu verheimlichen. Die
alteingesessenen Perser wussten, wer zu ihnen gehörte. Als
Mordechai dem Befehl des Königs und Hamans, vor ihnen auf die
Knie zu fallen, nicht unverzüglich nachkam, war das
für die persischen Menschen unvorstellbar. Mordechai blieb
standhaft, setzte damit aber das Verhältnis zwischen Juden und
Persern aufs Spiel.
Haman ließ den Vorfall
nicht auf sich beruhen und forderte das Leben aller Juden im ganzen
Reich seines Königs. Mit einem Los bestimmte er das Datum der
Vernichtung der Juden, den 14. Adar. Die Vorschriften der Vernichtung
wurden als Gesetz verabschiedet und in alle Provinzen im Reich
verschickt.
Die schöne Hadassa,
Mordechais Pflegetochter, die er Esther nannte, war seinerzeit unter
den Jungfrauen auserwählt worden und lebte als
Königin Esther in einem der Königspaläste.
Da Ihre Bande zu Mordechai noch immer stark waren, forderte er von ihr,
sich beim König für ihr Volk einzusetzen. Sie
gehorchte Mordechai, bewahrte ihre Seele und gewann ihr Volk. Sie
konnte die Vernichtung abwenden. Unter den Juden herrschte
große Freude.
Die Freude über die
Errettung hat sich im Feiertag Purim bis heute erhalten. An diesem Tag
ist neben einer großzügigen Mahlzeit die richtige
Zeit für Vergnügungen aller Art. Seit dem Mittelalter
gibt es Purimspiele. In Israel werden Umzüge veranstaltet. Man
trägt bunte Kleider und Kostüme wie im Karneval.
Mordechai wird verherrlicht, Esther als Königin gehuldigt und
Haman gilt als Zielscheibe.
Dem Tag Purim geht ein Fastentag
Esther voraus.
Quelle:
Jüdische Riten und Symbole
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zuletzt
geändert am 27.05.2008
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