|
Pessach
– das Fest des ungesäuerten Brotes
Pessach ist eines der drei
Hauptfeste des israelischen Lebens. Das Wort Pessach bedeutet
„Vorüberschreiten“, (griechisch
„Pascha“, bei Luther „Passah“).
Das Fest wird in Erinnerung an den Auszug der Hebräer aus
Ägypten gefeiert.
Gott hatte zehn Strafen
über Ägypten verhängt. Bei der letzten, der
Tötung der Erstgeborenen Ägyptens, schritt der Engel
an den Häusern der Israeliten vorüber. Dies werteten
die Israeliten aus Zeichen für das Ende der
Unterdrückung in Ägypten. In aller Eile wurde ein
(Pessach-) Lamm geschlachtet und eilig verzehrt, ohne Reste
zurückzulassen. In der Eile konnten dazu keine Beilagen
zubereitet werden. Schnell wurde dazu aus Mehl und Wasser ein Teig
angerührt und ungesäuert gebacken. Dazu gab es
bittere Kräuter. Danach konnte der Aufbruch ins gelobte Land
beginnen.
Moses hat das Fest auf den 15.
Nissan, dem Frühlingsmonat festgesetzt. An den sieben Tagen,
die die Thora vorschreibt, darf nur am ersten und siebenten Tage nicht
gearbeitet werden. Nur die Vorschrift des Verzehrs von
ungesäuertem Brot, der Matze, gilt weiter. Dabei darf auch
kein einziges anderes gegorenes Erzeugnis genossen werden. Auch darf es
nichts im Hause geben, das mit Gesäuertem vermischt oder in
Berührung gekommen ist. Deshalb beginnt man im Haushalt
bereits Tage vor dem Pessachfest mit der gründlichen Reinigung
der gesamten Wohnung und wechselt sogar das gesamte Speisegeschirr.
Diese Vorschrift gilt auch für alle Hotels und Restaurants
sowie für alle öffentlichen Institutionen wie
Krankenhäusern und Militär.
Das festliche Mahl, das
Sedermahl am Abend vor dem 15. Nissan, dem ersten Festtag, unterliegt
besonderen Vorschriften. Es wird mit der ganzen Familie gefeiert. Zur
Erinnerung wird während des Essens die Geschichte des Auszugs
aus Ägypten, die Haggadah, vorgelesen. Dazu trinkt man vier
Becher Wein. Auf dem Tisch steht noch ein fünfter Becher, der
nicht getrunken wird. Er steht symbolisch für den Propheten
Elia bereit.
In Israel wird besonders der
Sederabend in Familien mit Gästen oder in Restaurants in
großen Gruppen gefeiert. In allen
Lebensmittelgeschäften sind die Regale mit gesäuerten
Lebensmitteln verhängt. In Geschäften von arabischen
Eigentümern kann man jedoch auch diese Waren kaufen.
Quelle:
Jüdische Riten und Symbole
zurück
zuletzt
geändert am 27.05.2008
|