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Feiertage

 

Lag Ba-Omer – Fest der Gelehrten

18. Ijar. Lag Ba-Omer bezeichnet den Tag, an dem die Plage aufhörte, durch die Rabbi Akibas Schüler starben und die eine teilweise Trauerzeit ist.

In den ersten 33 Tagen des Omerzählens (siehe Schawuot) sollen im 2. Jahrhundert n.Chr. viele Tausend Schüler Rabbi Akibas an einer Plage gestorben sein, deshalb werden diese 33 Tage als teilweise Trauer begangen:
- es finden keine Hochzeiten statt,
- man lässt sich nicht die Haare schneiden,
- Tanz und Feiern mit Musik sind verboten.

Lag Ba-Omer ist der 34. Tag nach Pessach und wird festlich begangen, es dürfen Hochzeiten stattfinden. Der Tag wird auch das Fest der Gelehrten genannt, da es mit Rabbi Akiba und seinen Schülern verbunden ist. Es gibt keine speziellen religiösen Vorschriften für diesen Tag.

Der Ursprung geht auf den Bar-Kochba-Aufstand gegen die Römer zurück. Es ist überliefert, dass Rabbi bar Jochai sich im 2. Jahrhundert n.Chr. dreizehn Jahre vor den Römern in einer galiläischen Höhle verstecken musste. Dort habe er mit seinem Sohn gelebt. Ihre einzige Nahrungsquelle sei ein Karubenbaum gewesen. Jedes Jahr kamen seine Schüler zu Lag Ba-Omer, um ihn zu besuchen. In Meron in Galiläa nahe Zefat wird seineGrabstätte jeweils von vielen Gläubigen an Lag Ba-Omer besucht.

In ganz Israel haben Kinder deshalb zu Lag Ba-Omer schulfrei. Sie verbringen den Tag mit Ausflügen und Spielen im Freien. In vielen israelischen Dörfern werden Freudenfeuer angezündet. Die Leute setzen sich um das Lagerfeuer, singen, rösten sich Kartoffeln und erzählen sich immer wieder aufs neu die Geschichte vom Anfang der römischen Besatzung Palästina.

 

Quelle: Jüdische Riten und Symbole

 

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zuletzt geändert am 14.10.2007