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Jom Kippur
– Versöhnungstag
Jom
Kippur ist der heiligste und feierlichste Tag des jüdischen
Jahres, ein ernster, strenger Fast- und Bußtag, jedoch kein
Trauertag. Es gelten die Regeln des Schabbat. Sephardische Juden
bezeichnen den Festtag als „weißen
Fasttag“, Viele Juden pflegen sich an diesem Tag
weiß zu kleiden, als Symbol der Reinheit von Sünden.
Zur
Zeit des Tempels war es der einzige Tag, an dem der Hohepriester allein
das Allerheiligste im Tempel, den Raum mit der Bundeslade, betreten
durfte, um stellvertretend für das Volk die Vergebung der
Sünden des Lebens zu empfangen. Er besprengte die Bundeslade
mit dem Blut von zwei Opfertieren und sprach dreimal dem Namen Gottes
aus, dessen Aussprache im übrigen verboten war, worauf sich
das Volk zu Boden warf. Ebenso wurde über zwei Böcke
das Los geworfen. Der eine wurde geopfert, der andere, nachdem ihm der
Hohepriester die Sünden des Volkes auferlegt hatte, als
Sündenbock in die Wüste gejagt.
Nach
der talmudischen Überlieferung öffnet Gott am ersten
Tag des Jahres drei Bücher: eines für die ganz
Schlechten, ein zweite für die ganz Frommen, und das dritte
für die überwiegenden Durchschnittsmenschen. Das
Schicksal der ganz Schlechten und der ganz Frommen wird sogleich
entschieden. Die Entscheidung über die Durchschnittsmenschen
wird jedoch bis Jom Kippur aufgehoben, an dem das Urteil
fällt.
Im
Zentrum der Liturgie steht das Sündenbekenntnis, das in der
jüdischen Tradition im Unterschied zur Beichte im Christentum
stets in der kollektiven Wir-Form abgelegt wird. Der Schwerpunkt des
Tages liegt auf Reue und Versöhnung. Essen, Trinken, Baden,
Körperpflege, das Tragen von Leder (einschließlich
Lederschuhen) und sexuelle Beziehungen sind an diesem Tag verboten. Das
Hauptgebet des Tages ist das „Kol Nidre“. Das
Fasten – der gänzliche Verzicht auf Nahrung
– beginnt kurz vor Sonnenuntergang und endet am folgenden Tag
nach Einbruch der Nacht. Der endgültige Abschluss von Jom
Kippur wird mit dem Schofar bekannt gegeben.
Quelle:
Wikipedia
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zuletzt
geändert am 14.10.2007
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