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Das Land ist etwa so groß wie Hessen, aber es beherrscht die Schlagzeilen der Weltpolitik seit seiner Gründung. Drei große Weltreligionen beanspruchen Jerusalem als geistiges Zentrum. Die Juden, deren erster Tempel in der Stadt Davids stand. Die Christen, deren Erlöser Jesus in Bethlehem geboren und in Jerusalem gekreuzigt wurde. Und die Muslime, die den Felsendom, ihren ältesten Sakralbau, über den Stein errichteten, auf dem Abraham seinen Sohn zu opfern bereit war. Drei große Kriege wurden um Israel geführt. Fünf Männer haben den Friedensnobelpreis erhalten, weil sie den Weg zum Frieden im Nahen Osten ebneten. Aber das Ziel scheint so fern wie je.

Israel reicht von den Golan-Höhen im Norden bis zum Golf von Akaba im Süden, einer Ausbuchtung des Roten Meeres. Es reicht im Osten zum Teil bis an den Jordan, im Westen bis ans Mittelmeer.

Die Israelis haben einen großen Teil des Landes bewässert, mit Wasser, das sie aus dem Norden, vom See Genezareth und dem Golan-Gebiet in den Süden pumpen. In der Wüste Negev ist aus der Beduinenstadt Be’er Sheva ein Zentrum der Wissenschaft und Technik geworden, südöstlich davon liegt Israels Nuklearzentrum Dimona. Radikale Palästinenser provozieren das Land mit einer Vielzahl von Anschlägen. Gegen Selbstmordattentäter schützt sich Israel mit Sperranlagen und bis zu acht Meter hohen Mauern. Sie verlaufen zum großen Teil nicht auf der Grenze, sondern im Westjordanland auf palästinensischem Gebiet und schlängeln sich um die großen jüdischen Siedlungen. Vom Libanon und vom geräumten Gazastreifen aus feuern militante Palästinenser und Islamisten primitive Raketen ab. Im Jahr 2006 hat die Hisbollah aus dem Libanon neben den Katjuschas mit geringer Reichweite auch Fajr-Raketen eingesetzt, die maximal 75 km weit reichen Und sie drohte mit Marschflugkörpern, die auch die Millionenstadt Tel Aviv erreichen könnten.

 

 

Zuletzt geändert am 27.05.2008