Arbeitsgemeinschaft Braunschweig

Home

 

 

       

 

 

Feiertage

 

Fasttage

Kummer ist häufig der Grund, warum jemand fastet. Ein Schmerz wird so tief empfunden, dass er denjenigen, den er heimsucht, völlig lähmt. Man verschmäht es, etwas zu essen. Selbst wenn Essen und Trinken nicht völlig eingestellt werden, erfolgen diese Handlungen halbmechanisch. Der Leidende rührt allerdings keinen Finger dazu. Die Nahrung muss ihm angeboten werden, er muss zur Einnahme überredet werden.

Schon die Bibel erwähnt Fastentage als nationale Trauertage. Sie wurden eingeführt und akzeptiert, als das erste Staatsgefüge zusammenbrach. Die großen Unheilstage, die Ablauf und Umfang der nationalen Heimsuchungen veranschaulichen, gelten seither als Trauertage. An diesen Fastentagen vereinigt sich die Reue mit der Buße.

Fasten Esther:
Mordechais Tochter Esther legte der Thora nach einen Fastentag ein, bevor sie ihrem König von Persien bewegte, die geplante Vernichtung der Juden aufzugeben. Dieser Fasttag liegt am Tag vor Purim.

Fasten 17. Tammus
An diesem Tag schlugen die Babylonier eine Bresche in die Mauern in Jerusalem und drangen in die Stadt ein.

Fasten 9. Aw
An diesem Tag fielen Jerusalem und der Tempel in die Hände der Babylonier.

Fasten Gedalja
Am 2. Tischri wurde der Statthalter Gedalja ermordet, woraufhin auch der armselige Rest der Bevölkerung das Land verlassen musste.

Fasten 10. Tewet
An diesem Tag nahm König Nebukadnezar, der Babylonier, die Belagerung Jerusalems auf.

 

 

Quelle: Jüdische Riten und Symbole

 

zurück

zuletzt geändert am 13.10.2007