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Feiertage

 

Das leuchtet ein

 

Der Kreisel auf der Flucht

Chanukka – das Fest der Neueinweihung

Das Fest Chanukka geht nicht auf biblische Gebote, sondern auf historische Ereignisse zurück. Deshalb ist Chanukka ein Halbfeiertag. Das achttägige Fest beginnt am Abend des 24. Kislew.

Chanukka wird in Erinnerung an die Wiedereinweihung des zweiten jüdischen Tempels in Jerusalem im jüdischen Jahr 3597, d.h. 164 v.Chr. gefeiert. Bis dahin beherrschten die Griechen das Land. Die Juden waren gezwungen, griechische Lebensgewohnheiten anzunehmen, die griechischen Religionssymbole anzubeten. Die Ausübung der jüdischen Religion war verboten, der jüdische Tempel war mit griechischen Symbolen ausgestattet.

Durch einen Aufstand der Makkabäer wurde die Herrschaft der Griechen über Judäa beendet. Sie beseitigten den im jüdischen Tempel von Römern aufgestellten Zeus-Altar und führten den jüdischen Tempeldienst wieder ein.

Nach der Überlieferung brennt in jeder Synagoge ein Ewiges Licht. Es symbolisiert die Anwesenheit Gottes im Volk Israel. Es ist auch eine symbolische Erinnerung an die Menora, die ständig im Tempel zu Jerusalem brannte. Bei der Neueinweihung des von den Griechen entweihten Tempels benötigte man geweihtes Öl, um die Lichter der Menora zu entzünden. Es fand sich jedoch nur ein Ölvorrat, der nur einen Tag reichten konnte. Wie durch ein Wunder brannte das Licht jedoch acht Tage, bis neues geweihtes Öl hergestellt worden war. Daran erinnern die acht Arme des Chanukka-Leuchters. An jedem Tag wird ein Licht mehr angezündet, bis am Ende alle acht Lichter leuchten.

Tatsächlich hat der Leuchter neun Arme, das Licht des neunten Armes ist der Diener hebr. Schamasch), denn nur mit diesem Licht dürfen die anderen Lichter angezündet werden, nachdem die notwendigen Segen (hebr, Brachot) gesprochen wurden.

Nach der Entweihung des Zweiten Tempels wurde das Chanukkawunder zur Wiedereinweihung gefeiert – eine Zeitangabe im Neuen Testament datiert, nach dem Fest der Tempelweihe, bis im Jahre 3830 jüdischer Zeitrechnung (70 n.Chr.) der Tempel durch die Römer endgültig zerstört wurde. Die jüdische Bevölkerung wurde dadurch zu zahlreichen Auswanderungswellen genötigt (Jüdische Diaspora). Damit begannen die ersten häuslichen Chanukkafeiern.

Chanukka ist ein primär Häusliches Fest. An den Abenden versammeln sich die Familien mit Freunden zu ausgelassenen Festen. Gemeindefeiern sind üblich, die Kinder bekommen Geschenke und Süßigkeiten. Gegessen werden vor allem in Öl gebackene Speisen wie Krapfen (Sufganiyot) oder Kartoffelpuffer (Latkes) mit Apfelmus und saurer Sahne und weitere Spezialitäten der jüdischen Küche. Nach dem Anzünden der Lichter werden Chanukkalieder gesungen.

Der Chanukka-Leuchter ist nicht identisch mit der Menora. Die Menora erinnert an den großen goldenen Leuchter in Jerusalem, der sieben Arme hat.

 

 

Quelle: Jüdische Riten und Symbole

 

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zuletzt geändert am 07.01.2008