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Pressemitteilung der Deutsch-Israelischen
Gesellschaft
Keine Kriegswaffen in den Gazastreifen
Der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Dr. h.c.
Johannes Gerster, hat am 24. Juni 2010 den folgenden „Offenen Brief“ an
die Vorsitzenden der im Bundestag vertretenen Parteien und
nachrichtlich an Bundeskanzlerin Dr. Merkel gesandt:
Der Deutsche Bundestag soll
kommende Woche über einen interfraktionellen Antrag entscheiden, durch
welchen die Bundesregierung aufgefordert wird, für die Aufhebung der
Gaza-Blockade einzutreten.
Im Namen der
Deutsch-Israelischen Gesellschaft protestiere ich gegen diese Absicht
mit aller Entschiedenheit.
Ein unkontrollierter Zugang
zum Gazastreifen würde die Lieferung von Waffen, Munition und
Sprengstoff in den Gazastreifen, den Kampf der Terrororganisation Hamas
gegen Israel und das zerstörerische Wirken des Iran in dieser Region
befördern.
Auch würde ein derartiger
Beschluss der bisherigen Politik aller Bundesregierungen seit 1949
widersprechen, der zuletzt wie folgt formuliert wurde: „Die Sicherheit
Israels ist deutsche Staatsraison.“
Statt in Sicherheitsfragen
sich in ein Detailproblem verirren zu wollen, würde es dem Bundestag
gut anstehen, durch eine gemeinsame Resolution den zunehmenden
Versuchen, das Lebensrecht Israels zu bestreiten und dieses UN-Mitglied
unrechtmäßig zu delegitimieren, eindeutig widersprechen.
Ebenso wichtig und
hilfreich wäre es, alle beteiligten Seiten, auch die sich weigernde
Hamas, aufzufordern, endlich am Verhandlungstisch eine faire und
tragfähige Friedensregelung auszuhandeln. Dies würde jedenfalls dem so
notwendigen Frieden zwischen Israelis und Palästinensern auf der Basis
einer Zweistaatenlösung ohne Gewalt mehr dienen als eine einseitige
Parteinahme gegen Israel.
Die Welt darf die
unkontrollierte Lieferung von Waffen, Munition und Sprengstoff an Hamas
nicht unterstützen! Dadurch würde der Konflikt nur verschärft und
verlängert.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. h.c. Johannes Gerster
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